Währenddem die Dienste Milliarden ausgeben, dieses Vertrauen kommunikativ aufzubauen und die Pro Senectute rührige Internetkürsli für über 60-Jährige anbieten, machen es die Medien mit reisserischen Artikeln über Online-Kriminalität systematisch wieder kaputt.
Donnerstag, 28. Oktober 2010
Vertrauen
Die Arbeit mit den digitalen Medien - wovon der Blog nur eines von 1'000 ist - erfordert nebst viel Nerven vor allem viel Vertrauen (siehe mein Kampf mit den Passwörtern oben)
Digital Immigration
Ich habe mich bis hierhin auf das Abenteuer Blog eingelassen, um zu sehen, wohin mich das führt, mich dabei aber ständig gefragt, worüber ich überhaupt bloggen kann, will.
Doch langsam kristallisiert es sich ganz von alleine heraus:
Ich blogge über das Bloggen selbst,
über die Freuden und Leiden des Digital Immigrants bei der Digital Immigration.
Pass-Wort
"Passwort vergessen"
Das Dialogfenster, mit dem ich am häufigsten konfrontiert bin.
Je häufiger, je tiefer ich mich in den Platformen-Dschungel reinwage.
Wenn ich bedenke, wie lange es dauert, das "Gnusch" (CH) der vielen Konten, deren Verknüpfungen und Zugänge zu entwirren, fänd ich's doch gut, wenn mein Rechner - und die Dienste, bei denen ich mich anmelden möchte, am Gesicht erkennen.
Labels:
Gesichtserkennung,
Passwort
The Medium changes the Message
Ich frage mich,
warum sich sowas Sinnliches wie das Schreiben,
so was Technisches wie einen Blog
als Medium ausgesucht hat.
Schreibt doch auch keiner Poesie
in sein Steuererklärungsformular.
Für Poetisches (was m.E. ein Text per se fast immer ist)
scheint sich ein Blog nicht zu eignen - zumindest nicht,
wenn die Poesie direkt im Blog entstehen soll, also wenn der Blog das Entstehungsmedium eines Textes ist.
Den Blog nur als Verbreitungsmedium zu nutzen, ist eine ganz andere Geschichte.
Lost in Internet

Und was passiert, wenn einer eines Tages seinen Dienst einstellt?
-wenn Dir Blogger keinen Zugang zu Deinem Blog mehr gewährt?
-wenn Dir Google-Doc keinen Zugang zu Deinen Dokumenten mehr gewährt?
-wenn Dir der Google-Kalender keinen Einblick, in Deinen Kalender mehr gewährt?
Dann, ja dann sind wir am Arsch.
Und wünschten,
- wir hätten ein Buch geschrieben, statt einem Blog
- wir hätten wenigstens unseren Business-Plan ausgedruckt, an dem wir ein Jahr gearbeitet haben
- wir hätten eine Moleskin-Agenda, in der noch die Geburtstage der Freunde stehen
Unser Vertrauen in die Internet-Dienste ist immens.
Das merkt man dann, wenn bei Xing plötzlich das Passwort nicht mehr funktioniert und Du von jetzt auf gleich von Deinen Kontakten abeschnitten bist.
Es sind DEINE Kontakte, DEINE Texte, DEINE Termine.
Und Du merkst plötzlich, dass Du sie dennoch nicht HAST.
ps: Unter "Blogspot Hilfe" sehe ich, dass andere unter denselben Albträumen leiden. Besser schlafen kann ich deshalb immer noch nicht.
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Wer bin ich und wenn ja, wie viele?
Schon mal versucht, eine Liste mit all Deinen Identitäten im Internet zu machen?
Frohes Erwachen!
Dienstag, 5. Oktober 2010
Ai riiiiisä huärä Dropbox
Ein Freund von mir in der Schweiz sagt zu Berlin: "Das isch doch ai riiisä huärä RAV" (Regionale Arbeitsvermittlungsstelle)
Mit diesem Zitat kann man das Internet ganz gut beschreiben.
Sehen digitale Produkte wie Portale, Blogs, Suchmaschinen etc. immer nach großen Innovationen aus: Am Ende ist alles eine riesige Dropbox.
Entweder ich tu was rein.
Oder ich hol was raus.
Ende.
Und damit alle alles finden, gibt's die Suchmaschinen.
Mit diesem Zitat kann man das Internet ganz gut beschreiben.
Sehen digitale Produkte wie Portale, Blogs, Suchmaschinen etc. immer nach großen Innovationen aus: Am Ende ist alles eine riesige Dropbox.
Entweder ich tu was rein.
Oder ich hol was raus.
Ende.
Und damit alle alles finden, gibt's die Suchmaschinen.
Und damit nicht alle alles finden gibt's die Zugriffsrechte.
Das war's.
Das war's.
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